Ende 2002 erhielt das Blatt ein neues Konzept und einen neuen Namen. Fusioniert mit der Zeitschrift Ballettjournal / Das Tanzarchiv und mit Ballett Intern als regelmäßigem Supplement, gab es nun tanzjournal. Für Patricia Stöckemann kam Thomas Betz zum Redaktionsteam.
Auf der ersten Werbepostkarte formulierten wir unser Programm: »Zeitgenössischer Tanz in Reportagen, Porträts, Interviews und Kritiken. Tanzgeschichte und Tanzwissenschaft. Informativ und analytisch« stand neben zwei Mädchen in Reformkleidchen und in tänzerischer Pose. tanzjournal war unabhängig, sein großes Plus war die große Bandbreite an Themen, die sich nicht nach dem richten mußte, was gerade als aktuell angesehen wurde und auch sperrigere Beiträge, längere Texte, erlaubte.
2007 kam tanzjournal – programmatisch und personell unverändert – zum Friedrich Berlin Verlag. Jetzt fusionieren tanzjournal und ballet-tanz zur neuen Zeitschrift tanz, redaktionell betreut von Arnd Wesemann, Katja Schneider und Klaus Kieser.
Diese Ausgabe von tanzjournal widmet sich also nicht von ungefähr dem kulturellen Erbe. Wir schrieben es in vielen Schwerpunkten und Porträts, Berichten und Interviews fort. In dieser letzten Ausgabe lesen Sie über das kulturelle Erbe, das Tanzarchive verwalten, und über einen neuen Archivbegriff, den Franz Anton Cramer beleuchtet. Katja Schneider tat sich beim »Tanzkongreß 2009« in Hamburg um, wie dort darüber verhandelt wurde, und blätterte in neuerer Tanzliteratur, einem der wichtigsten Speicher unserer kollektiven Erinnerungen. Helmut Ploebst untersucht die Gesellschaft des Spektakels und wagt die Prognose, was unser kulturelles Erbe von morgen sein könnte.
Wir danken sehr herzlich allen Autoren, die über die Jahre für tanzjournal geschrieben haben, und natürlich allen Lesern. Bleiben Sie uns gewogen! Auf Wiedersehen bei tanz!
Katja Schneider - für die Redaktion
Klaus Kieser - Herausgeber
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